Unser Engagement für Mensch-Hund-Beziehung
Katrin Debus
- geprüfte und zugelassene Hundetrainerin nach TierSchG §11, Abs.1, S.1 Nr. 8f
- Erzieherin, Inklusionsfachkraft und ehem. Kitaleitung
- ausgebildetes pädagogisches Beigleithund Team
- Ausbilderin für TGI
- Tiergestütze Therapie
- Tiergestützte Pädagogik
- Tiergestütze Angebote

Ich bin überzeugt davon, dass nachhaltiges Hundetraining dort entsteht, wo Verständnis, Vertrauen und moderne Erkenntnisse zusammenkommen. Mein Ansatz basiert auf positivem Training – das bedeutet: Ich gestalte das Training so, dass dein Hund Erfolg haben kann. Denn echtes Lernen passiert nicht durch Druck oder Gehorsam, sondern durch die Möglichkeit, selbst zu denken und zu verstehen.
Ich arbeite nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und bewusst weg von alten Methoden wie Blocken oder blindem Funktionieren. Stattdessen steht für mich die Orientierung am Menschen, die freudige Zusammenarbeit und eine vertrauensvolle Beziehung im Mittelpunkt.
Mir ist wichtig, dass Training sich gut anfühlt – für dich und deinen Hund. Denn nur wenn Lernen Spaß macht, bleibt man dran. Und genau das ist der Schlüssel für echte Veränderung: eine entspannte, alltagstaugliche und langfristig stabile Entwicklung.
Durch meinen Hintergrund als Erzieherin und Kita-Leitung bringe ich nicht nur Fachwissen im Umgang mit Hunden mit, sondern auch viel Erfahrung darin, Menschen beim Lernen zu begleiten. Ich sehe jedes Mensch-Hund-Team individuell und finde gemeinsam mit euch den Weg, der wirklich zu euch passt.
Mein Ziel ist es nicht nur, Verhalten zu verändern – sondern Verständnis zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und euch auf eurem gemeinsamen Weg nachhaltig zu stärken.
Positives Training
Dem positiven Taining steht in der extreme das aversive Training gegenüber. Das ist das was wir nett als traditionelles Training bezeichnen können. Basierend auf längst widerlegten Alpha- und Rudeltheorien von David Mech. Dominanz seitens des Menschen und Unterordnung auf Hundeseite sei der Schlüssel zum Erfolg. Mit diesem Bild von der Hundeerziehung bin ich genau, wie die meisten von uns aufgewachsen und noch heute finden sich diese Thesen als Fakten in Erziehungsratgebern und Hundeschulen wieder. Doch die Wissenschaft ist inzwischen viel weiter. Verhaltensforschung und der Einsatz von mehr medizinischen Forschungsmöglichkeiten (MRT, Blutbild,…) zeigen ein ganz anderes Bild.
Genau wie beim Menschen führt Stress zu einem eingeschränkten Denkvermögen und Lernleistung. Druck durch den eigenen Halter führt zu Stress. Führt dazu, dass der Hund nur noch reagiert, statt überlegt und agiert.
Und so setzte ich mich mit dem positiven Training auseinander. Spätestens nachdem ich gerade bei den wirklich herausfordernden Hunden riesige Erfolge machte wurde mir klar, dass ich nicht nur aus moralischen Gründen nicht zum traditionellen Training zurück kann. Ich liebe wissenschaftliche Fakten, das Umsetzen von Forschung und Studien und die Veränderung, die ich bei den positiv trainierenden Teams sehe.
Deshalb bedeutet Training für mich:
- eine gute Mensch-Hund-Beziehung bekommen oder ausbauen
- die Körpersprache des Hundes und seine Verhaltensweisen verstehen
- einen freundlichen, fairen und respektvollen Umgang mit dem Hund
- auf Straf-, Schreck, und Angstreize verzichten
Gebe ich dem Hund die Möglichkeit zu denken, führt das zu verstehen. Verstehen führt zu guten Entscheidungen. Ein Hund der gute Entscheidungen in schwierigen Situationen trifft, ist ein Traumhund.
Positives Training bedeutet planvoll vorzugehen. Training so aufzubauen, dass der Hund keine Fehler macht. Dass Korrekturen nicht nötig sind. Dass das gewünschte Verhalten adäquat belohnt wird.
So kann schon der Prozess schon wirklich Spaß machen. Erfolge können gesammelt und gefeiert werden. Der Fokus liegt auf dem gewünschten Verhalten. Es ist bindungsfördernd und stärkt das Selbstwertgefühl.
Was anstrengend bleibt, ist das kleinschrittige Arbeiten. Das unterdrücken von Frust und die Zeit, die es für jede ernstzunehmende Veränderung braucht. Die größte Lernaufgabe liegt dabei am menschlichen Ende der Leine.
Regeln und Grenzen als Wegweiser für die Menschenwelt
Positiven Trainern wird häufig das Werfen mit Wattebäuschchen vorgeworfen.
Positives Training ist nicht das Fehlen von Grenzen und Regeln. Es bedeutet nicht den Hund zu Keksen, wenn er gerade ein Reh zerfleischt. Kein Singen und im Kreis tanzen.
Echtes positives Training bedeutet dem Hund Regeln und Grenzen fair und belohnungsbasiert zu vermitteln.
Regeln und Grenzen bringen dem Hund die Freiheit sich sicher und eigenständig in der nur schwer greifbaren Menschenwelt zu bewegen. Und das geht nur, wenn er sich an diese Regeln hält. Hat er sie noch nicht erlernt oder wahrt sie nicht zuverlässig, sind wir Menschen gefragt. Wir managen Situationen so, dass niemand Schaden erleidet. Nicht der Hund, nicht der Mensch und nicht das Umfeld.
Dein Hund jagt und der Rückruf sitzt nicht - Leine dran.
Dein Hund pöbelt andere Hunde an - dreh um.
Dein Hund springt in der Aufregung den Besuch an - Kontakt erst nach Entspannung.
All das sind Situationen im Alltag und der geht neben dem Training eben weiter.
Und natürlich kennt ein positiv trainierter Hund ein Nein. Das ist wichtig für das Zusammenleben. Nur wurde die Bedeutung des Wortes vorher positiv aufgebaut.
Manchmal ist im Alltag in einer brenzlichen Situation auch ein echtes Eingreifen notwendig. Wenn dein Hund gerade Gefahr läuft auf die Straße zu flitzen, wirst du das mit allen Mitteln verhindern. Wenn dein Hund einen fremden Menschen anspringen will, wirst du das durch die Leine davon abhalten. Das sieht vielleicht aus, wie eine Korrektur und manche würden behaupten, dass das Training sei. Doch in Wahrheit ist es handeln, dort wo ich als Mensch Fehler gemacht habe, unaufmerksam war oder Situationen unterschätzt habe. Diese Momente passieren, aber sie bringen keine nachhaltige wertvolle Veränderung im Verhalten des Hundes.
Im Training sind Korrekturen ein Zeichen schlechten Trainingsaubaus. Im Alltag sind sie ein Zeichen für Trainingsbedarf.
Belohnungsbasiert
Meine Trainings sind belohnungsbasiert, denn Leistung und Kooperationsbereitschaft sollten sich für den Hund lohnen. Wichtig ist die angemessene Belohnung passend zur „Leistung“. Im heutigen Zusammenleben zwischen Mensch und Hund, bekommen sie viele Streicheleinheiten und hören unsere Stimme fast ununterbrochen. Daher sehen einige Hunde das nicht als hochwertige Belohnung an und kann im Fall des Streichelns auch als Strafe empfunden werden.
Zusammen finden wir raus, was sich für deinen Hund belohnend anfühlt, wie du es erkennst und wie du es im Alltag nutzen kannst.
Wer erfolgreich trainieren will und Fehler weitgehend vermeiden möchte braucht ein gutes Timing bei der Belohnung. Deshalb lernst du bei mir das punktgenaue Ankündigen von Belohnung (Marker). Clicker und Markerwort sind für mich Basis eines fairen Trainings.
Belohnung ist dann unabdingbar, wenn Neues erlernt, Erlerntes gefestigt und Altes aufgefrischt werden soll.
Fair und realistisch
Vor dem Start des Trainings solltest du dir Gedanken machen, wie dein Traum Zusammenleben mit deinem Hund aussehen würde. Im Gespräch finden wir dann heraus, was für euch als Team umsetzbar ist. Dabei spielen unter anderem Punkte wie Lebensumstände, Zeit, Wohnsituation, Intelligenz und Kooperationsbereitschaft des Hundes und eurer beider emotionale Verfassung eine Rolle.
Auch wenn einige Trainingsbedarfe dringend sind, ist das Training immer kleinschrittig aufgebaut. Schaffst du es eine stabile Basis zu bauen, hast du in der Zukunft schnellere und vor allem nachhaltige Erfolge. Kleinschrittig bedeutet weniger Fehler. Weniger Fehler führen zu wenig Frust und mehr Spaß am Lernen seitens des Hundes.
Damit dein Hund gerne mit dir arbeitet achten wir zusätzlich auf die richtige Reizlage, wenn möglich die passende Tageszeit und auf Pausen. Ist dein Hund erschöpft, wechseln wir während der Einheit in die Theorie und gehen nicht über die Grenzen deines Vierbeiners. Solltest du selbst in keiner guten Verfassung für das Training sein, kannst du dich gerne vorher bei mir melden und wir finden einen anderen Termin. Deine Geduld, deine Freude und deine Konzentration sind Vorraussetzung für das Lernen deines Hundes.

